Sat 29.04.2017

WELLBAD

Einlasszeit: 19:00

Konzertbeginn: 20:00

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WELLBAD
WellBads markante Kratzstimme ist staubtrocken wie der Boden im Death Valley, der Vollbarstachelig wie ein Wüstenkaktus, die Atmosphäre seiner Songs erinnert an Filmszenen von Jim Jarmusch, Quentin Tarantino oder David Lynch. Für die Umsetzung seiner musikalischen Vision befreit der aus Hamburg stammende Singer-Songwriter Daniel Welbat “den Blues aus seinen engmaschigen Genregrenzen und verpackt emotionale Geschichten frei von musikalischem Schubladendenken in Dur- und vor allem Mollakkorde”. Die englischsprachigen,von Schriftstellern wie Edgar Allan Poe, Dylan Thomas, Charles Bukowski, Rainer Maria Rilke und Bertolt Brechtbeeinflussten Texte thematisieren klassische Motive wie Liebe, Hoffnung, Genesung, Schmerz, Verlust und Tod. Diese werden auf Basis persönlicher Erfahrungen entfremdet, überspitzt oder ins Gegenteil verkehrt. Für die Umsetzung seiner Soundvision greift der experimentierfreudige
Multiinstrumentalist und Klangästhet, der im Studio und live von Bassist Stefan Reich, Gitarrist Dr. Victor Schüttfort, Pianist Simon Andresen und Schlagzeuger Basti Meyer unterstützt wird, auch selbst zu Mundharmonika, Maultrommel, Kazoo, irischem Banjo, Akustik-, E- und Baritongitarre, Percussion, Orgel oder Klavier. Anschließend gibt Produzent, Freund und Mentor Stephan Gade (Udo Lindenberg, Niels Frevert, Wingenfelder) den in Bandbesetzung veredelten Rohversionen im Hamburger Hafenklang-Studio ihren finalen Schliff.
Im Alter von 16 Jahren kommt Daniel Welbat durch den Umzug eines Freundes in den Besitz seiner ersten Akustikgitarre. WellBad, wie er schon zu Schulzeiten gerufen wird, nimmt die Herausforderung an. Er lernt erste Akkorde, beginnt intuitiv eigeneTexte dazu zu singen und tingelt durch die Clubs der Hansestadt. Unter dem Eindruck der Musik von Leonard Cohen, Muddy Waters und Blind Willie Johnson reift die Erkenntnis, “dass intensiver Ausdruck nicht notgedrungen perfektes Spiel
voraussetzt”. Als für das Songwriting förderlich erweist sich das familiäre Umfeld des Mannes mit der Reibeisenstimme. Bereits als Kind wird der Sohn vonFilmproduzent Douglas Welbat (“7 Zwerge”) und Schauspielerin/Synchronsprecherin Katja Brügger (Edie Falcos Stimme in “Die Sopranos”) motiviert, kreative Ideen in Eigenregie umzusetzen. Er entwickelt Drehbücher, verfilmt diese, kümmert sich um den Schnitt und unterlegt die fertigen Filme musikalisch. Dabei lernt der kreative Kopf von der Pike auf jene technischen und dramaturgischen Fähigkeiten, die ihm heute bei seiner Arbeit als Synchronsprecher, Drehbuchautor, Regisseur, Cutter sowie bei der Umsetzung eigener Musikvideos helfen.
2011 erscheint das Debütalbum “Beautiful Disaster” eim eigens für die Auswertung des WellBad-Soundtracks zur Christian-Ulmen-Komödie “Vater Morgana” gegründeten Indie-Label “Blue Central Records”. “Lieber selber machen!” und “Sich immer neu erfinden!” lauten bereits damals zwei Leitsätze von WellBad. Dessen bluesinfizierter Singer-Songwriter-Sound spricht ergraute Motorrad-Rocker, Tom-Waits-Fans und junges Indie-Publikum gleichermaßen an. Eine glückliche Fügung, kein
Kompromiss: “Wir wollen nicht allen gefallen, aber ich habe nichts dagegen, wenn es allen gefällt.” Der Hamburger hat beim kreativen Prozess gerne das letzte Wort und schreibt in seinem Heimstudio fast täglich einen neuen Song: “Meist habe ich eineSache fertig, bevor die anderen erstmal anfangen Kaffee zu kochen!” Zwischen Erstling und Folgealbumvergehen dennoch vier Jahre – eine produktive Zeit, die dem organischen Zusammenwachsen der Band dient. Im Rahmen von Support-Shows für US-Blueser Robert Cray sowie UK-Gitarrist Oli Brown, beim internationalen Nachwuchs-Bandcontest “Emergenza” (Deutschland-Sieger 2012) und durch diverse Festivalauftritte reift das Quintett schnell zu einem temperamentvollen Live-Act. Ende Mai 2015 steht mit “Judgement Days”
WellBads Zweitling in den CD-Regalen. Den Albumtitel versteht der Paolo Nutini-, The Black Keys- und Everlast-Sympathisant durchaus programmatisch: “Es gibt nicht deneinen Tag des Jüngsten Gerichts, an dem abgerechnet wird. Ich muss mich jeden Tag aufs Neue entscheiden, wer ich bin, wie ich mich verhalte und welche Konsequenzen mein Handeln für mich und andere hat. Letztlich ist jeder Tag imLeben ein “Judgement Day”!