Wed 12.09.2018

DANNY GILES BAND

Einlasszeit: 19:00

Konzertbeginn: 20:00

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Jetzt gehts los! “More Is More” ist das Debütalbum von The Danny Giles Band. Bevor es zu dieser Platte kam, hat sich die Londoner Combo Jahre auf den europäischen Bühnen getummelt und aus meiner Sicht einen ganzen Sack voll Erfahrungen gesammelt. Der Vollständigkeit halber muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass 2009 bereits eine EP (“The Danny Giles Band”) mit drei Titeln erschienen ist. Bei RockTimes sorgte er bereits dreimal für erhöhte Aufmerksamkeit. Beim Gig in Groesbeek (Blues Moose Café), auf dem Blues in Zyfflich-Festival und schließlich als vorzüglicher Gitarrist in der Live-Gruppe von Will Wilde im blues, Rhede.
Der Einsatz in den Stronghold Studios hat sich definitiv gelohnt, denn unter dem Strich der Kritik ist dem Quartett ein herausragendes Album gelungen. Im Schlagzeuger Pat Garvey hat der Frontmann, auch was das Songwriting angeht, einen kongenialen Partner, denn alle zehn Songs wurden von den beiden Musikern geschrieben. Vom Fundament beeindruckender Kompositionen hat man für prächtige Arrangements gesorgt und obwohl es sich um ein Studio-Album handelt, ist den Nummern ein gewisser Live-Charakter nicht abzusprechen.
Bei den genannten Konzerten hat man The Danny Giles Band bisher als Trio erleben dürfen. Auf “More Is More” ist mit Emerson Quiros ein Keyboarder dabei. Seine Teilnahme bringt phasenweise eine andere Sichtweise auf so manche Songs, die man bereits live erleben durfte. So werden gerade die ruhigeren Abschnitte in “Been There Twice” zu einem schwebenden, auf einem Luftkissen gleitenden Genuss. In diesem Track schwingt die Dynamik das Zepter. Für den Tasten-Zauberer gibt es auf den Scheibe ausreichend Gelegenheit, sich persönlich in Szene zu setzen.
Danny Giles macht eine enorme Entwicklung. Sein Gesang ist reif, seine emotionalen Äußerungen auf dem Sechssaiter sind famos, machen Eindruck und gehen unter die Haut.
Ob Wah Wah-Pedal oder Bottleneck … auf dem Arbeitsgerät sorgt der Protagonist mit seinen Gitarren-Stafetten für Faszination. Danny Giles überzeugt durch höchst abwechslungsreichen Blues Rock, kreiert in den Balladen, langsamen Teilen anderer Lieder subtile Töne und macht mit seinem Rock ein richtiges Fass auf.
“Don’t Go Messin'” gehört zu den überirdischen Hymnen der Band. “Shiver”, eine relaxt groovende Nummer mit einem feinen Seitenblick auf den Jazz kann nur im Fotofinish als zweiter Sieger ausgemacht werden. Ein himmlisches Stück, das man nicht mehr vergisst und sich immer wieder darauf freuen kann. Mag der Ausflug in die jazzige Sparte des Blues etwas weltgewandt sein, spielen Danny Giles & Co. auch den Blues der Straße.
Man kommt aus dem Schwärmen gar nicht wieder heraus, denn “Smokin’ From The Pipe” ist angesagt. Leicht fernöstlich angehauchtes Ambiente sorgt für Entspannung. Die Dobro umgarnt die Gefühle des Hörers und wenn die Nummer etwas Fahrt aufnimmt, hat man im Blues-Zug Platz genommen. Durch den schweren Rhythmus von Pat Garvey sowie Jon Chase scheinen die Abstände der Schienen erheblich zu sein. “Smokin’ From The Pipe” … schon wieder ein Fixstern auf der Platte!
Diese Veröffentlichung ist eine Offenbarung. Von kantigem bis geschmeidigem Blues hat “More Is More” alles im Gepäck. “Love Is The Law” ist die zeitlose Ballade der Platte und spätestens nach dieser Nummer wächst das Verlangen, The Danny Giles Band auch mit dem Tastenmann Emerson Quiros live zu erleben. Gitarrist und Keyboarder ergänzen sich auf diesem Album prächtig.
Die CD befindet sich im Fadenkreuz der guten Laune. “More Is More” ist eine Party. Da die Band schon verdammt viel auf der Bühne aktiv war, sollte sie dieses Album aus der Geheimtipp-Sparte katapultiert haben.

Rocktimes Joachim ‘Joe’ Brookes